Geld spielt keine Rolle! Wie der LVR mit Steuergeldern umgeht

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In Zeiten, in denen viele um Ihre wirtschaftliche Existenz bangen, solltee man erwarten können, dass auch der LVR umsichtig und sparsam mit Steuergeldern umgeht. Tut er aber nicht immer, wie in dem folgenden Beispiel dargelegt wird.

 

Zunächst möchte ich aber betonen, dass die Fürsorge für hilfsbedürftige Menschen für uns, die AfD, eine Herzensangelegenheit ist. Wir wollen, dass ihnen geholfen wird. Gleichwohl muss man Prioritäten setzen. Denn anders als die meisten Altparteien und (linken) Medien suggerieren, ist der Staat nicht eine Kuh, die im Himmel frisst und auf Erden gemolken werden kann. Einen Euro kann man nur einmal ausgeben, daher muss die Kosten-Nutzen-Relation stimmen.

 

Nun zu dem Beispiel:

 

Derzeit bietet der LVR in zehn Koordinierungs-, Kontakt- und Beratungsstellen (KoKoBe) sogenannte „Peer-Beratungen“ an. Laut Wikipedia bezeichnet man damit die Beratung durch Menschen mit denselben Merkmalen bzw. in derselben Lebenssituation wie der Beratene. In den KoKoBes können sich also Menschen mit Behinderungen auch von Menschen mit Behinderungen beraten lassen. Die Peer-Berater werden dazu entsprechend geschult und ihr Einsatz wird von drei Koordinatoren unterstützt.

 

Soweit nichts Spektakuläres; schauen wir uns aber den Aufwand und die Kosten an und bringen sie mit dem Ergebnis in Relation:

 

Im Jahr 2020 standen den zehn KoKoBe-Beratungsstellen für Peer-Beratung 480.000 Euro zur Verfügung. Es gab 65 Peer-Berater, die von 3 Koordinatoren unterstützt wurden. Und jetzt kommt’s:

 

2020 haben insgesamt nur 75!!! Peer-Beratungsgespräche stattgefunden. Das heißt, es gab pro Koordinator 25 Beratungen und pro Peer-Berater 1,15 Beratungen  – im ganzen Jahr wohlgemerkt. Die Kosten pro Beratung betrugen sage und schreibe 6.400 Euro.

 

Nun war das Jahr 2020 aufgrund des Corona-Regimes eine Ausnahme. Selbst bei einer Steigerung der Peer-Beratungen um 1000 Prozent!!! – was eher unwahrscheinlich ist – würden die Kosten pro Beratung immer noch bei 640 Euro liegen. Das ist nicht vertretbar. Dessen ungeachtet will der LVR die Peer-Beratung an weiteren 3 KoKoBes anbieten. Die Kosten werden ab 2022 bei 600.000 Euro pro Jahr liegen.

 

Die AfD hat im Sozialausschuss am 7. September 2021 auf das große Missverhältnis der Kosten zu dem Nutzen hingewiesen und vorgeschlagen, das Projekt einzustellen. Seitens der LVR-Verwaltung bzw. der Ausschussmitglieder gab es keine Gegenrede oder eine Auseinandersetzung mit den obigen Argumenten. Man ging direkt zur Abstimmung über. Außer der AfD habe alle Parteien für die Weiterführung des Projekts gestimmt. Geld spielt halt keine Rolle.

 

Die Beratungsunterlage, auf die sich dieser Artikel bezieht, kann hier eingesehen werden: https://dom.lvr.de/lvis/lvr_recherchewww.nsf/0/B899CE8589F6AFECC125873A00415F6B/$file/Vorlage15_397.pdf

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