In einer feierlichen Zeremonie im Krönungssaal des Aachener Rathauses möchte der Landschaftsverband Rheinland (LVR) den ehemaligen NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet am 17. Juni mit dem „Ehrenring des Rheinlandes“ – der höchsten Auszeichnung des LVR – würdigen. In der Ankündigung der Preisverleihung hebt der LVR besonders auf Laschets „Engagement für die Gesellschaft, die kommunale Selbstverwaltung und für die europäische Zusammenarbeit“ und damit auf Zuschreibungen ab, die auch im Statut für den LVR-Ehrenring als Voraussetzung für dessen Vergabe genannt werden.

„Die AfD-Fraktion lehnt diese höchste Auszeichnung des LVR für den CDU-Langzeitfunktionär Laschet ab. Denn wir können beim besten Willen nicht erkennen, in welcher Weise sich Herr Laschet in besonderer Weise um die regionale Selbstverwaltung verdient gemacht hätte. Am Ende seiner Regierungszeit als Ministerpräsident hatten die NRW-Kommunen mit 83 Milliarden Euro den bundesweit höchsten Schuldenberg aufgetürmt. Eine Folge der auch unter Laschet fortgeführten strukturellen Überlastung der Kommunen mit Aufgaben und Problemen, die ihre Ursache in der Bundes- und Landespolitik haben. Angefangen von der chronischen Unterfinanzierung der Gemeinden bis hin zu den horrenden Kosten der unkontrollierten Einwanderung und der katastrophalen Corona-Maßnahmenpolitik. Mit Blick auf Laschets Rolle für unsere Kommunen hielte ich daher eher einen symbolischen Sargnagel als einen Ehrenring für passender.“