Häusliche Gewalt – Das Thema geht uns alle an!

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Der Landschaftsverband Rheinland zeigt seit dem 8. November  eine Wanderausstellung zum Thema häusliche Gewalt: „Wenn’s zu Hause knallt! – Bilder erzählen Geschichten“

Das Ziel ist die Sensibilisierung und Informationen im Kontext des Internationalen Tags zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen der jährlich am 25. November begangen wird.

Der kürzlich erschienene Bericht des Europarats zeigt, dass es in Deutschland noch an vielen Stellen hapert bezüglich Maßnahmen zur Prävention, Strafverfolgung, Schutz und Unterstützung von Betroffenen. Es fehlt zum Beispiel bisher eine politische Gesamt-Strategie und ein Herangehen, das alle Ressorts einbindet, die mit dem Thema inhaltlich verbunden sind, also Inneres, Soziales, Gesundheit-, Familien- und Finanzministerium.

Nicht nur wird in Deutschland jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer und/oder sexualisierter Gewalt, es wird auch jede vierte Frau mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder durch ihren früheren Partner. Nach repräsentativen Befragungen erleben zwei von drei Frauen in ihrem Leben sexuelle Belästigung.

Alleine in 2021 gab es 35 Tote in NRW durch häusliche Gewalt und seit langem nehmen die Fälle der häuslichen Gewalt zu. Bei jeder zweiten getöteten Frau ist ihr aktueller oder ehemaliger Partner der Täter.

Wir haben seit 2021 ein Plus von 5,5% der Häuslichen Gewalt zu verzeichnen und in 2021 über 30.800 registrierte Fälle von häuslicher Gewalt alleine in Nordrhein-Westfalen.

Von hundert Frauen, die vergewaltigt werden, erlebt nur etwa EINE Betroffene die Verurteilung des Täters. Das ist nicht akzeptabel und in keiner Form zu rechtfertigen. Offizielle Zahlen, wie oft digitale Gewalt vorkommt, gibt es noch gar nicht. Dabei sind insbesondere Frauen davon betroffen, und häufig führt das dazu, dass Frauen nicht mehr ihre Meinung äußern, um sich vor Angriffen online zu schützen. Dies alles ist inakzeptabel.

Gewalt gegen Frauen ist eine Frage der inneren Sicherheit, und die Beendigung von dieser Gewalt ist eine Voraussetzung für eine lebendige Demokratie.

Ganz entscheidend und unmittelbar für alle Betroffenen ist die Tatsache, dass die Unterstützungsangebote nach wie vor nicht bedarfs- und flächendeckend vorhanden sind. Deshalb wünschen wir uns als AfD-Fraktion im LVR nicht nur Ausstellungen zum Thema häusliche Gewalt, sondern, dass der LVR trotz Inflation, Kostenexplosion und Wirtschaftskrise  seine Angebote  für Opfer der häuslichen Gewalt weiter aufrecht erhält, die Unterstützung der Opfer durch die bestehenden Hilfeangebote sicherstellt und durch weitere Angebote ausbaut.

Auch ist Forschung zu dem Thema häusliche Gewalt wichtig, woran sich der LVR unserer Meinung nach auch zukünftig beteiligen sollte, um diese besser zu verstehen. So können weitere wirksame Präventiv- und Gegenmaßnahmen entwickelt werden die dann auch in die tägliche Arbeit des LVR einfließen werden. Die letzte große Prävalenzstudie der Bundesregierung war nämlich in 2004, also vor über 18 Jahren.

Übrigens: Dieses Handzeichen oben sollten Sie kennen!

Um auf häusliche Gewalt aufmerksam zu machen, können Betroffene mit diesem Handzeichen um Hilfe rufen, ohne dabei ein Wort zu sagen.

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